Geschichte

Aus Zorac'Quan
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Die Geschichte Zorac'quans wird in Bünden gemessen. Immer dann, wenn ein besonderer Einschnitt in die Landesgeschichte geschieht, die Gesellschaft eine Neustrukturierung erfährt, die Menschen (oder die Adligen) ihren Willen zur Gemeinschaft bekräftigen, sprich man von einem neuen Bund.


Der erste Bund

Die ersten Siedler (ab etwa 100-130 bis etwa 200)

Einstmals, so sagt die Legende, war das Land im Süden menschenleer, da kam ein Schiff übers Meer, das Stürme weit von seinem Kurs abgetrieben hatten. Die Wellen gingen hoch und es zerschellte an der Küste. Es soll ein Sklavenschiff eines fernen Landes gewesen sein, deren Überlebenden nun dort auf sich allein gestellt waren und dort, wo sie gestrandet waren, die erste Siedlung Freyersbrücken gründeten. Eine Version der Geschichte berichtet davon, dass die überlebenden Sklavenaufseher sich zu Königen machten und die Unterdrückung der Sklaven so ihren Fortgang fand und bis heute andauert. Eine andere Version berichtet jedoch davon, dass nur Sklaven überlebten, die sich dort ansiedelten und kurz darauf begannen, ihrerseits Sklaven als Arbeitskräfte ins Land zu holen und dass die heutigen Adligen von jenen ersten Sklaven abstammten. Die meisten Adligen im Land jedoch bestreiten die Wahrheit dieser Legende und vor allem der zweiten Version, aufs Äußerste.

Tatsache ist jedoch, dass in alten Quellen eine Siedlung 'Freyres Bruykia', gelegen am Unterlauf des Zorak bereits im Jahre 134 erwähnt wird. Es steht zu vermuten, dass dieser Ort tatsächlich von Siedlern gegründet wurde, ob das Gebiet jedoch zuvor völlig menschenleer war, ist fraglich. Von diesem Volk von Kolonisten, die auch 'der 1. Bund' genannt werden, leiten die Zoran und insbesondere die adligen Familien ihre Abstammung her, doch weiß man wenig mehr von ihnen als einige Namen aus uralten Stammbäumen.


Der zweite Bund

Landnahme (etwa 200 bis etwa 780)


"Doch alz sie da kerten zum krallenfelz zuruecke, stant da am fusz des steins der dunkelfaenger. Da wuszten sie, es ward um sie geschehn. Und wahrhaftig der todt kam über sie hundertfach und sie lieszen ihr leben und sie starben allselbst am krallenfelz. Aller kampf und alles flehn war umsonst denn gnade war den dunkelfaengern nicht zu eigen."


(Aus den Schriften des Badamir Reyh, Staatsarchiv zu Fuchsberg)

Welches Ereignis die erste Erneuerung des Bundes nötig machte, wird heute nur noch in zum Teil sehr unterschiedlichen Legenden berichtet. Der gemeinsame Kern ist der Krallenfels, der noch heute am Weg zwischen Freyersbrücken und dem erst später gegründeten Sonnau liegt. An diesem Ort muss es einen Kampf der Siedler gegen den oder die Dunkelfänger gegeben haben, nachdem diese(r) den Großteil der Siedler getötet hatte(n). Ob es nun ein Dunkelfänger war oder mehrere und was dieser Dunkelfänger war, wird in den Geschichten stets anders dargestellt, so dass die Wahrheit wohl nie ergründet werden wird. Manchmal wird von einem Rudel gewaltiger Wölfe berichtet, einige sprechen auch vom ersten Aufeinandertreffen der Menschen mit einem der Monster der Hochebene, die zu dieser Zeit noch ungehindert das Land durchstreiften. Zuweilen wird jedoch auch der Name Gregorius Dunkelfänger genannt, ein Hinweis darauf, dass vielleicht einer der Siedler selbst vielfachen Mord an den Menschen verübte. Doch könnte dieser Vorname auch erst später in der Überlieferung hinzugefügt worden sein. Heute ist der Dunkelfänger nur noch der Buhmann, mit dem man kleine Kinder erschreckt und viele glauben, dass es nie jemals einen Dunkelfänger gegeben hat.

In den folgenden Jahrhunderten ging die Besiedlung des Landes weiter vonstatten. Dabei konnte jedoch kaum von einem einigen Staat die Rede sein, eher von unabhängigen Stämmen, die nur das Gefühl der Zugehörigkeit zu einer gemeinsamen Volksgruppe und eine ähnliche Lebensweise gemeinsam hatten. Auf einer Karte, die um das Jahr 500 herum entstand, wurde erstmals der Begriff Zorac'quan benutzt, für das Gebiet der westlichen Goldmark und der östlichen Westermark, den Zorak hinauf bis ins Gebiet von Ulzey. Aus dieser Karte wird jedoch auch ersichtlich, dass auch außerhalb dieses Gebietes menschliche Stämme siedelten, es ist jedoch möglich, dass sie ebenfalls von den Siedlern des 1. Bundes abstammten.

Alte Schriften belegen, dass bereits vor 500 die Stämme oftmals im Kampf miteinander lagen und dass es üblich war, von den besiegten Gegnern Geiseln zu nehmen und diese als Sklaven in das eigene Dorf zu bringen. Nach 650 wurde oftmals davon berichtet, dass auch ein ganzer besiegter Stamm in die Sklaverei fiel.


Der dritte Bund

Zoranischer Bund (etwa 780 bis 1007)

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Im Jahre 753 wurde Angorn I. Fürst der Beyaren im Bereich der nördlichen Goldmark. Sein erklärtes Ziel war es, alle Zoran im Kampf gegen die Feinde von außen zu einen. Durch Kämpfe und Verhandlungen gelang es ihm, fünf Stämme zu einen und somit den Süden der Westermark, den Süden Yradons, Freyersbrücken und den Westen und Norden der Goldmark bis zu seinem Tod 772 unter seine Kontrolle zu bringen. Sein Sohn Angorn II. machte Freyersbrücken zur Hauptstadt seines Reiches. Er stieß weiter nach Norden vor und eroberte schließlich ein Gebiet, dass in etwa die heutigen Marken Yradon, Goldmark und Westermark sowie Freyersbrücken und Sclavburg umfasst, wobei er im Norden auch Stämme besiegte, die sich nicht (mehr) zur zoranischen Volksgemeinschaft zählten.

Der so entstandene Zoranische Bund ist der Ursprung des Zorac'quans, wie wir es heute kennen. Die Stämme hatten zwar schon damals als gemeinsames Oberhaupt den zoranischen Edlen, doch waren sie weitgehend unabhängig voneinander und ihre Länder noch immer als eigene Reiche anzusehen.

Im Jahre 962 wanderten mit dem Stamm der Alkmene die ersten Elfen von Norden nach Zorac'quan ein. Nach ihren Angaben stammten sie aus den 'Elfenländern' im Norden. Doch wo genau ihr Ursprung liegt und was sie dazu brachte, nach Zorac'quan zu kommen, blieb unbekannt. Die Menschen reagierten erbost über die Eindringlinge, es kam zur Schlacht in den Krähenhügeln nordöstlich von Eisenheim. Lange Zeit ging man davon aus, dass nur wenige Elfen flüchten konnten und die meisten getötet oder versklavt wurden, neuere Erkenntnisse belegen jedoch, dass der weit überwiegende Teil der Elfen unbemerkt weiterzog und sich in den Skeydenwäldern bei Fuchsberg niederließ.


Der vierte Bund

Das Wahlfürstentum (1007 bis 1098)

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Um die Jahrtausendwende hatte die zoranische Gesellschaft sich weitgehend gewandelt. Der Adel hatte immer mehr an Bedeutung gewonnen. Die Fußsoldaten waren von den gepanzerten Rittern als Stütze des Militärs abgelöst worden. Der Abstand von Adel und Volk hatte sich vergrößert und wurde durch hohe Steuern verschärft, die viele Menschen in die Armut und dann oft in Leibeigenschaft und Sklaverei führten. In der folgenden Zeit wurden immer mehr auch Sklaven von außerhalb ins Land gebracht. Die meisten zoranischen Burgen wurden zu dieser Zeit gebaut und auch die ersten Städte entstanden, es verschwanden jedoch viele Dörfer zugunsten von adligen Burgen oder Gutshöfen.

Der Edle hatte zu dieser Zeit kaum Einfluss, die Macht lag bei den Fürsten, die meist in heftige Fehden untereinander und auch mit dem benachbarten Steinwalden verstrickt waren. Dies mündete in den 40jährigen Krieg (965-1006), in dem die Westermark zusammen mit Yradon gegen die Goldmark kämpfte. Ab 971 trat auch Steinwalden auf Seiten der Goldmark in den Krieg ein. Der Krieg brachte nie gekannte Not über das Land, Plünderungen und Brandschatzungen, Hungersnot und Krankheit waren an der Tagesordnung.

Im Jahre 1005 jedoch kam der Raungh über das Land, angeblich war er im Frühjahr von der Hochebene von Xa empor gestiegen. Der Raungh war den Geschichten nach ein mehrere hundert Meter langes Wesen, rotschwarz gefleckt und er schwamm mehr in der Luft, als dass er flog. Sein Odem war Gift für Mensch und Tier, wenn er sich den Menschen näherte, begann ihre Haut und ihre Lungen zu brennen und wer nicht entkam, der sank voller Schmerzen zu Boden, bis er dann qualvoll erstickte. Auch die Pflanzen wurden in seiner Nähe schwarz und vergingen. So starben viele hundert Menschen, immer wieder erschien der Raungh wie aus dem Nichts und vernichtete Heere und Städte. Ein schreckliches Monster, und dennoch, oder besser deshalb wurde ihm Ehrfurcht entgegen gebracht, viele der religiösen Orden sahen ihn als von den Göttern gesandte Strafe für den Hochmut der Menschen an.

Angesichts dieser Gefahr wurde 1006 der Frieden von Erystal geschlossen, im Winter am Ende des Jahres 1007 wurde der Raungh durch ein vereintes, mit Fernwaffen ausgerüstetes und von Magiern unterstütztes Heer im Süden Steinwaldens getötet. Von diesem Tage an bestand Zorac'quan in den Grenzen von heute und für beinah 100 Jahre wurde der Edle jeweils von den vier Markgrafen gewählt.


Der fünfte Bund

Herrschaft der Harldinger (1098 bis 1200)

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Im Jahre 1098 siegte der Edle Harldin II. über das Heer der nördlichen Länder. Der Adel jubelte ihm zu und er nutze die Gelegenheit, um die 'ewigliche und göttergewollte Herrschaft' für sich und seine Nachkommen zu erklären. Seitdem wird der Titel des Edlen wieder vom Vater auf den Sohn vererbt.

Schon immer gab es immer wieder Sklavenaufstände im Land, die jedoch stets niedergeschlagen wurden. Der umfassenste begann 1177 nördlich von Ulzey. Im Laufe weniger Monate sammelten sich hunderte von Sklaven unter der Führung von Tremona, einer ehemaligen Kriegssklavin und neben ihr Saît Katar, der als Sohn eines ausländischen Adligen als Kriegsgefangener nach Zorac'quan verschleppt worden war. Das Sklavenheer war über lange Zeit ungewöhnlich erfolgreich und gewann eine Schlacht nach der anderen gegen die Truppen des Edlen und besetzen am Ende sogar Eisenheim. Gerüchten zufolge hatte Tremona an ihrer Seite mehrere Soamir, Sklavenpriester, die mit ihren Fähigkeiten die Sklaven unverwundbar machten und die Gegner nur durch ihren Anblick in die Flucht schlugen.

Letztendlich wurde das Heer jedoch 1179 in der Schlacht an der Sennfurt, westlich von Telquana besiegt. Vorausgegangen waren gewaltige Rituale der Magier, was dem Ruyan Vé danach gewaltige Anerkennung einbrachte. Diese Magie bewirkte eine Verwirrung im Sklavenheer, so dass es sich aufteilte und die kleineren Heere nacheinander durch die Truppen des Edlen vernichtet werden konnten. Alle aufständischen Sklaven wurden hingerichtet. Unter den Sklaven hält sich jedoch hartnäckig das Gerücht, dass dieser Sieg nur durch einen Verrat in den Reihen der Sklaven möglich geworden war.


Der sechste Bund

Hadrians Erneuerung (ab 1200)

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Im Jahre 1200 wurde Hadrian Edler von Zorac'quan. Er ließ die Sklaven befreien und verkündete eine neue Epoche für Zorac'quan, einem neuen, 6. Bund, der nicht nur zwischen den Adligen, sondern allen Bewohnern Zorac'quans geschlossen werde.


detailierte Beschreibung der jüngste Ereignisse